Manfred Motte - 2019

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Manfred Motte als Verhaltensforscher

Letzthin hatte mein Tschopenträger endlich wieder Zeit, die Zeitung zu lesen. Ich kletterte aus der Tasche hinaus auf seine Schultern, um ebenfalls einen Blick in einen wissenschaftlichen Artikel zu riskieren. Ich staunte, und war einmal mehr fasziniert, wie die Menschen sich selbst über-, und die Fähigkeiten von Tieren unterschätzen. Vor kurzem wurden Versuche mit Graupapageien angestellt. Es stellte sich heraus, dass diese Art ein weitaus umfassenderes Sozialverhalten zeigen als alle anderen Vogelarten, selbst die als besonders intelligent bekannten Raben werden übertroffen. Wie?

Manfred Motte - 2018

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Mein Tschoopen-Träger war mal jung - kaum zu glauben. Als er vor etwa 40 Jahren einen neuen Kollegen kennenlernte, hatte dieser seinen Fuss eingegipst. Anno dazumal die normale Methode, Gebrochenes zur Selbstheilung zu fixieren. Dazu benötigte man einen handwerklich halbwegs begabten Hausarzt, ein Paket Gipsbinden und Wasser. Vielleicht einige Aspirin, um allfällige Schmerzen zu lindern.

Manfred Motte - 2016

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Einmal mehr ist es bereits Dezember, und damit an sich zu spät um eine kurze und hoffentlich witzige Kolumne mit Tiefgang zu schreiben. Trotzdem, die untere Hälfte der Seite 2 ist noch leer, und am Montag geht es in die Druckerei. Sie erinnern sich an mich: Motte Manfred, ständiger (und legaler) Bewohner des einzigen Tschopens eines Zünfters.

Ich stecke im Dilemma und überlege hin und her. Welche Themen sind noch nicht komplett ausgelutscht? Was darf man heute noch mit ruhigem Gewissen frech schreiben, ohne jemandem auf den Schw.. sorry, auf die Füsse zu treten? Politisch korrekt natürlich, möglichst vegan und laktosefrei?

Manfred Motte - 2017

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Hier bin ich wieder. Entgegen den letzten Nummern finden Sie mich diesmal gegen Schluss des Heftes, weil’s hier halt eben mal gerade noch etwas Platz frei hat. Was man sich heute als Literat bereits alles bieten lassen muss!

Im Noodelöhr vom Jahr 2004 hatte ich mich zum ersten Mal erdreistet, meinen Kommentar zu den Erlebnissen meines Tschoopenträgers in der Zunft zun Schneidern Schaffhausen abzusondern. Heute, kurz vor Redaktionsschluss der Nummer zum Jahr 2017, sitze ich wieder hier vor der Tastatur, und bemühe mich, genügend Text einzutippen, damit der von der Redaktion für mich freigelassene Platz zwar inhaltsleer, aber trotzdem möglichst voll mit Buchstaben intelligent gefüllt wird. Bereits zum vierzehnten Mal. Haben Sie, verehrter Leser (und -in) nur einen blassen Schimmer von der Anstrengung, die es eine Motte kostet, auf einer herkömmlichen PC Tastatur herumzutöggeln?

Manfred Motte - 2015

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Sie kennen mich, Manfred Motte, der im Tschoopen des Zünfters wohnende ewige Nörgler. Heute will ich mit einer Mär aufräumen, der auch ich Jahre lang aufgesessen bin, die aber natürlich immer wieder Stoff für meine kleine Anekdoten geboten hat.

Wir alten Kleidermotten sind an sich gar keine Schädlinge. Es ist wie überall, die Jungen saufen und fressen sich grenzenlos durch die Gegend und ruinieren unseren ansonsten guten Ruf.