Manfred Motte - 2017

Veröffentlicht in Kolumnen

Hier bin ich wieder. Entgegen den letzten Nummern finden Sie mich diesmal gegen Schluss des Heftes, weil’s hier halt eben mal gerade noch etwas Platz frei hat. Was man sich heute als Literat bereits alles bieten lassen muss!

Im Noodelöhr vom Jahr 2004 hatte ich mich zum ersten Mal erdreistet, meinen Kommentar zu den Erlebnissen meines Tschoopenträgers in der Zunft zun Schneidern Schaffhausen abzusondern. Heute, kurz vor Redaktionsschluss der Nummer zum Jahr 2017, sitze ich wieder hier vor der Tastatur, und bemühe mich, genügend Text einzutippen, damit der von der Redaktion für mich freigelassene Platz zwar inhaltsleer, aber trotzdem möglichst voll mit Buchstaben intelligent gefüllt wird. Bereits zum vierzehnten Mal. Haben Sie, verehrter Leser (und -in) nur einen blassen Schimmer von der Anstrengung, die es eine Motte kostet, auf einer herkömmlichen PC Tastatur herumzutöggeln?

Ach ja, seit mein Tschoopenträger sein Amt in der Zunft abgegeben hat, erlebe auch ich als simple Motte die Zunft nur noch als Konsument. Ich komme und bin dabei, wenn es meinem Tschoopenträger als einfacher Zünfter gerade in den Terminkalender passt. Über Internas kann ich nicht mehr berichten. Da müsste doch mal ein anderes, jüngeres, hoffentlich frecheres Ungeziefer aus dem inneren Zirkel nachgezogen werden? Ich würde mich freuen, auch in Bezug auf die alljährliche Kolumne im Noodelöhr nur noch zu den konsumierenden Lesern zählen zu dürfen, und mich voll auf die als Altersrente anfallenden Schuppen des Tschoopenträgers konzentrieren zu können. Diese geben nämlich zu den leckeren Wollfasern des Tschoopens eine hervorragende, vitaminreiche Nahrungsergänzung ab.

Worüber wollte ich schreiben? Ich erinnere mich noch immer nicht. Aber was soll’s, ich habe meine Zeilen gefüllt. In dem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes 2018.